Akne ist ein allgemein geläufiger Begriff, dessen Bedeutung den meisten Menschen jedoch verborgen bleibt. Schuld daran sind etliche falsche oder widersprüchliche Definitionen – vor allem im Internet sind Fehlinformationen dieser Art vermehrt zu finden. Diese Seite ist der Versuch auch dem größten Laien die Ursachen und Formen der weitverbreiteten Hautkrankheit Akne näher zu bringen.
Akne ist die Bezeichnung für eine Erkrankung der Haarfollikel und Talgdrüsen. Der Haarfollikel oder Haarbalg ist für die Bildung von Haaren zuständig. Ist die Haarwurzel einmal gebildet, wird sie vom länglich durch die Oberhaut verlaufenden Haarfollikel sackförmig umgeben. In jeden Haarfollikel mündet eine Lipide produzierende Talgdrüse. Diese Lipide (Talg) dienen u.a. zur Einfettung von Haut und Haaren, wodurch deren Elastizität, Glätte und Geschmeidigkeit erhalten bleibt – sie sorgen also für ein ebenmäßiges Hautbild und schönes Haar. Der von den Talgdrüsen produzierte Talg dient aber auch dem Schutz vor äußeren Einflüssen, wie Chemikalien oder Krankheitserregern. Die Talgdrüsen sind, mit Ausnahme der Handinnenflächen und Fußsohlen, unregelmäßig über den gesamten Körper verteilt. Zu finden sind die Talgdrüsen in der sich unter der Epidermis (Oberhaut) befindenden Hautschicht „Lederhaut“, vermehrt treten sie im Gesicht (vor allem in der T-Zone), dem Nacken- und Brustbereich auf, daher ist die Akne vor allem in diesen talgdrüsenreichen Regionen zu finden. Aber auch der Rücken, der Bereich unterhalb der Achseln oder die Genital-, Gesäß- und Leistenregionen können von Akne betroffen sein. Der eigentlich wichtige Talg kann bei Über- oder Unterproduktion zu Hautkrankheiten führen. Bei einer Verstopfung des Talgdrüsenfollikels staut sich der produzierte Talg im Kanal an, der Talg kann nicht abfließen, ein sogenannter Komedo (Mitesser) entsteht. Dieser aus Talg bestehende Mitesser bietet den sich von Hautfett ernährenden Bakterien den perfekten Lebensraum und so kommt es zu entzündlichen Papeln und Pusteln. Die Hautkrankheit Akne kann verschiedene Ursachen haben und um zu klären, ob reine Selbsthilfe ausreicht, oder ob der Gang zum Dermatologen und eine fachgerechte Behandlung durch diesen die klügere Entscheidung ist, muss man sich und seine Haut genauer unter die Lupe nehmen.