Jeder hat schon einmal etwas über die Hautkrankheit Akne gehört, doch kaum einer kann die eigenen Hautirritationen der jeweiligen Akneform zuordnen. Ohne diese Zuordnung ist eine angemessene Behandlung der eigenen Mitesser beziehungsweise Pusteln und Papeln jedoch nicht möglich, denn während von der Hautkrankheit „Akne vulgaris“ Betroffene durch reine Selbsthilfe meist das Ziel reiner und damit schöner Haut erreichen können, sollten sich Menschen, welche an Akneformen wie „Akne papulopustulosa“ oder gar „Akne conglobata“ leiden, unbedingt an medizinisch ausgebildete Dermatologen wenden, um ihre Hautunreinheiten fachgemäß behandeln zu lassen. Um Ihnen eine vorläufige Selbsteinschätzung Ihrer Hautunreinheiten zu ermöglichen, haben wir für Sie die einzelnen Akneformen im Folgenden jeweils kurz und prägnant beschrieben. Sollten Sie sich bezüglich der Einschätzung Ihrer Hautunreinheiten weiterhin unsicher sein, empfiehlt es sich in jedem Fall einen Dermatologen oder eine Kosmetikerin aufzusuchen.

Akne vulgaris

Die Worte Akne und vulgaris werden abgeleitet vom altgriechischen Wort „akme“ („Spitze, Blüte“), und vom lateinischen Wort „vulgaris“ („alltäglich, gewöhnlich“). Die Häufigkeit der Hautkrankheit Akne vulgaris lässt sich bereits von der Bezeichnung „gewöhnlich“ („vulgaris“) ableiten: Akne vulgaris ist die in den westlichen Industrienationen mit Abstand am häufigsten vertretene Hautkrankheit.

So gut wie jeder Jugendliche und junge Erwachsene leidet unter dieser auch „Jugendakne“ genannten Akneform, einer Hautkrankheit, die kaum körperliche, aber nicht zu vernachlässigende seelische Beschwerden hervorruft. Die Akne vulgaris ist die mildeste aller Akneformen, verläuft meist harmlos und hinterlässt in der Regel keine Narben, auftreten können Komedones (Mitesser), kleine Knötchen und in seltenen Fällen Eiterbläschen (auch Pusteln oder Eiterpickel genannt).

Akne comedonica

Die Akneform Akne comedonica ist nur eine leichte Steigerung der harmlosen Akne vulgaris, auch bei dieser Akneform bleiben keine Narben zurück – allein das Auftreten von Hautirritationen, wie Mitessern, kleinen Knötchen und Pickeln kommt deutlich häufiger vor und prägt das Hautbild damit wesentlich intensiver.

Akne papulosa

Die Akne papulosa ist eine deutlich erkennbare – die Haut ist vor allem im Gesicht und am Rücken mit Komedones (Mitesser) und Pusteln (Pickel) überzogen – aber dennoch nur mäßig stark ausgeprägte Form der Akne. Auch die Akne papulosa hinterlässt in der Regel keine Narben.

Akne papulopustulosa

Jetzt sind wir im Bereich der schweren Akneformen angekommen. Die Akne papulopustulosa hinterlässt nach Abheilung der hervorgerufenen Hautentzündungen teilweise tiefe Narben, die Entzündungen des Gewebes unter den Knötchen und Eiterbläschen reicht meist sehr tief. Auch die Entstehung von Zysten ist bei dieser schweren Akneform keine Seltenheit. Zysten sind Folgen des Zusammenflusses mehrerer Pusteln und Papeln, sprich mehrerer eitriger Pickel.

Akne conglobata

Die Akne conglobata ist die schwerste Form der Akne. Hier sind die Entzündungsbereiche in der Regel knotig verdickt, außerdem entstehen Fisteln, sprich tief unter der Haut sitzende, mit Eiter gefüllte Beulen. Bei der Akne conglobata bleiben nach dem Ausheilen leider immer hässliche, tiefe und großflächige Narben zurück.

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