Aknenarben können entstehen, wenn die Haut verletzt und das Bindegewebe dadurch zerstört wird.
Wie entstehen Akne Narben eigentlich? Wird die Haut verletzt oder entzündet sie sich, wird der natürliche Aufbau der Haut grundsätzlich geschädigt. Der menschliche Körper versucht dann das verletzte oder entzündete Gewebe so gut wie möglich wiederherzustellen, den alten Zustand der Haut wieder zu erreichen. Bei kleineren Verletzungen oder Entzündungen klappt das auch recht gut, bleibende Schäden, im Falle der Haut spricht man von Narben, sind nicht die Regel. Sichtbare Narben entstehen, wenn das verletzte Gewebe durch Gewebszellen ersetzt wird, welche nicht die ursprüngliche Gewebsstruktur aufweisen. Dieser Gewebszellenersatz wird auch Narbengewebe genannt. Dieses sogenannte Narbengewebe kann deutlich sichtbar oder aber auch kaum oder gar nicht erkennbar sein, das hängt mitunter mit der Tiefe der vorhergegangenen Hautverletzung zusammen.
Bei den sogenannten Aknenarben kann zum Beispiel extrem starkes Ausdrücken von Pickeln und Mitessern die Ursache sein. Drückt man mit bloßen, im schlimmsten Fall zudem ungewaschenen Fingern an einem zunächst winzigen Mitesser herum, kann sich dieser entzünden und „tiefer“ werden. Tiefer wird ein Mitesser oder Pickel, wenn die gegebenen Bakterienherde durch falsches Ausdrücken tiefer in die Haut hinein gedrückt werden oder wenn die Entzündung durch zusätzliche Bakterien verschlimmert wird. Es gilt also bei der Behandlung von Akne, sprich beim Entfernen von Pickeln und Mitessern, mit größter Sorgfalt und Vorsicht umzugehen, nur so kann man Aknenarben vermeiden. Pickel und Mitesser richtig ausdrücken, ist mit der richtigen Anleitung keine Kunst. Und wer seine Haut typgerecht pflegt, beugt Mitessern und Pickeln von Beginn an vor. Herauszufinden welcher Hauttyp Sie sind, ist dabei von großem Vorteil.
Eine banale Regel bezüglich der Entstehung von Aknenarben ist folgende: Je tiefer die Verwundung beziehungsweise Verletzung oder Entzündung der Haut sitzt, desto größer ist der Aufwand verletzte oder zerstörte Gewebszellen zu ersetzten und umso mehr Gewebe ersetzt werden muss, umso größer ist die Chance auf eine Sichtbarkeit des entstehenden Narbengewebes. Sitzen die Pickel und Mitesser also von Beginn an tief, haben es Betroffene deutlich schwerer, wenn es darum geht, Aknenarben vorzubeugen. An der Akneform „Akne conglobata“ Erkrankte müssen in der Regel grundsätzlich mit starken Vernarbungen rechnen, da die bei dieser Hautkrankheit typischerweise auftretenden Pustel und Eitersäcke tief in der Haut verankert sind und deshalb auch tiefe, schwere Haut- und Gewebsverletzungen auslösen.
Die Entstehung von Aknenarben vermeiden Sie am effektivsten, indem Sie Ihre Pickel und Mitesser regelmäßig von Hautärzten und Kosmetikerinnen behandeln lassen. Gönnen Sie sich alle paar Wochen doch mal eine professionelle Ausreinigung Ihrer Haut. Wenn Sie sich einen solchen Besuch aus finanziellen oder zeitlichen Gründen nicht leisten können, achten Sie auf die richtige Methode beim eigenhändigen Ausdrücken Ihrer Pickel und Mitesser.
Sollten Sie bereits an Aknenarben leiden, helfen Ihnen Informationen zur Vermeidung von Aknenarben zugegebenermaßen nicht mehr. Es gilt nun, sind die Folgen von Akne erst einmal gegeben, nach Behandlungsmöglichkeiten von Aknenarben zu suchen. Grundsätzlich gilt, sich umfassend von einem Dermatologen beraten zu lassen, da die Behandlungsmethode der Tiefe und Art des Narbengewebes angepasst werden muss. Ihr Arzt wird Ihnen dann verschiedene Behandlungsmethoden, wie das Abschleifen oder Auffüllen von Aknenarben oder die Glättung des Narbengewebes durch Laserbehandlungen oder Radiowellentherapien, aufzeigen. Welche Behandlungsmethode für Ihre Aknenarben die richtige ist, kann Ihnen nur Ihr Arzt sagen.